In der Landwirtschaft und im professionellen Gartenbau haben sich Tropfbewässerungssysteme zur sparsamen Bewässerung bewährt. Solche Systeme werden auch für den Hausgarten angeboten, sind hier aber oft überdimensioniert. Auf der einen Seite sind sie relativ teuer in der Anschaffung, auf der anderen Seite werden die technischen Möglichkeiten, die diese Systeme bieten, im Hausgarten nicht wirklich benötigt.
Für die Bewässerung des Hausgartens werden Systeme benötigt, die die erforderliche Wassermenge möglichst kraft- und energiesparend an Ort und Stelle bringen. Nach Möglichkeit sollten sie für die Verwendung von Regenwasser geeignet sein. Eine computergesteuerte, kontinuierliche Bewässerung mit exakt dosierten Wassermengen ist dagegen nur selten notwendig.
In kleinen Gärten ist die Verwendung der klassischen Gießkanne oft die sparsamste Methode der Bewässerung. Sie ist auch für Regenwasser, das einfach in Wassertonnen gesammelt wird, gut geeignet. Bei etwas größeren Gärten wird diese Art der Bewässerung aber schnell kraft- und zeitraubend. Üblicherweise wird hier auf Gartenschläuche und Beregnungsanlagen ausgewichen. Diese Anlagen funktionieren im Allgemeinen nur mit Wasser aus der Wasserleitung, weil ein relativ hoher Wasserdruck erforderlich ist und sie führen zu einem hohen Wasserverbrauch, da das oberflächlich aufgebrachte Wasser teilweise schon verdunstet, bevor es die Pflanzenwurzeln erreicht hat.
Eine Anlage zur Tropfbewässerung arbeitet deutlich sparsamer, da das Wasser direkt in den Wurzelbereich verbracht wird. Ein Nachteil sind die relativ hohen Anschaffungskosten. Sie lohnen sich nur in wirklich großen Gärten, in denen die Bewässerungsschläuche fest verlegt werden.
In nicht ganz so großen Gärten ist es oft ausreichend, das Wasser durch das sprichwörtliche Loch im Schlauch zu den Pflanzen zu bringen. Je nach Standort der Regentonne können handelsübliche Schläuche für Tropfbewässerungsanlagen verwendet werden. Diese erfordern meistens einen Wasserdruck von mindestens 0,5 bar, was einer Wassersäule von 5 Metern entspricht. Wenn diese Bedingung nicht gegeben ist, dann kann es ausreichen, die Regentonne auf einen Podest von 50 cm oder 1 m Höhe zu stellen. In dem Fall braucht der Bewässerungsschlauch dann größere Löcher. Diese kann man mittels Hammer und (kleinem) Nagel leicht in einem alten Schlauch anbringen. Das Ende des Schlauchs sollte dann noch mit einem Stopfen verschlossen werden.
Wenn man darauf achtet, dass der gesamte Schlauch vollständig mit Wasser gefüllt ist, dann kann man ihn einfach oben in die Regentonne einhängen und das Wasser läuft dann durch die Schwerkraft langsam durch die kleinen Löcher zu den Pflanzen. Auf diese Weise können auch mehrere Schläuche verwendet werden, was besser funktioniert als die Verwendung eines sehr langen Schlauches.
Anders als ein vollautomatisches, computergesteuertes Bewässerungssystem muss diese einfache Variante kontrolliert werden. Wenn genug Wasser zu den Pflanzen gelaufen ist, dann muss die Bewässerung manuell gestoppt werden. Trotzdem lässt sich die Bewässerung mit sehr geringem Arbeitsaufwand realisieren. Dabei kann Regenwasser verwendet werden, es wird keine Pumpe gebraucht und es werden nur geringe Wassermengen benötigt.
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